Zukunftsweisende Verfahren für die Medizin und den Energiesektor: Science4Life prämiert die besten Geschäftskonzepte

03.03.2026

Medikamententestung, Risikoanalysen oder neue Verfahren für Atemwegserkrankungen: Science4Life zeichnet die besten Teams der Konzeptphase aus.

Frankfurt am Main, 4. März 2026 – Im Jahr 2026 erfährt die Start-up-Szene weiterhin Aufwind: Die diesjährige Konzeptphase des Science4Life e.V. zeigt, wie stark die deutsche Gründungslandschaft vor allem in der Entwicklung von Innovationen ist. Unter 91 Einreichungen wurden die vielversprechendsten Start-ups aus Life Sciences, Chemie und Energie prämiert.

„Die besondere Vielfalt der Projekte unserer Gewinnerteams zeigt, wie breit das Innovationsspektrum hierzulande aufgestellt ist. Von datengetriebenen Ansätzen bis zu neuartigen Materialien entstehen hier Lösungen, die wirtschaftliches Potenzial und gesellschaftlichen Nutzen verbinden. Solche Gründungsteams stärken nicht nur einzelne Branchen, sondern die Zukunftsfähigkeit unseres gesamten Innovationsökosystems“, sagt Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführender Vorstand des Science4Life e.V. und Geschäftsführer der HA Hessen Agentur GmbH und der Hessen Trade & Invest GmbH. Sein Co-Vorstand bei Science4Life e.V., Dr. Stefan Bartoschek, R&D Workforce Engagement Business Partner bei Sanofi Deutschland, fügt hinzu: „Was mich besonders beeindruckt hat: Es geht den Teams hier nicht um Visionen auf dem Papier, sondern um konkrete Lösungen mit klarer Anwendungsperspektive. Genau diese Umsetzungsorientierung ermöglicht es dem Gesundheitswesen, schneller vom Forschungsergebnis zur Verbesserung für Patientinnen und Patienten zu kommen”.

Die zehn besten Teams der Konzeptphase des Science4Life Venture Cup nahmen vorab an den zweitägigen Academy-Days teil, wo sie ihre Geschäftskonzepte in individuellen Coachings und Workshops mit Experten weiterentwickelten. Anschließend wurden die fünf Gewinner aus den Bereichen Life Sciences und Chemie und der Gewinner des Science4Life Energy Award mit einem Preisgeld prämiert. Ab sofort startet der Startup-Wettbewerb in die finale Phase: die Businessplanphase. Start-ups können sich unter www.science4life.de registrieren und ihre Businesspläne bis zum 13. April 2026 einreichen – auch wenn sie nicht an den vorherigen Phasen teilgenommen haben.

Innovationen aus Life Sciences und Chemie
Die fünf Gewinnerteams des Science4Life Venture Cup setzten sich mit wissenschaftlich fundierten Innovationen in der Genomeditierung, datenbasierten Atemwegstherapie, tierfreien Sicherheitsprüfungen, resistenzarmen Antiinfektiva und stabilen RNA-Arzneimitteln durch. Dabei fokussieren sich allesamt auf regulatorische Sicherheit und bessere Patientenversorgung.

BiObservR entwickelt die erste wissenschaftlich validierte One-Stop-Shop-Plattform für regulatorisch konforme Risikoanalysen in der Genomeditierung. Damit will das Team aus Freiburg i. Br. der steigenden Nachfrage nach validierten Off-Target-Analysen sowie den strengeren Anforderungen der Regulierungsbehörden gerecht werden. Solche Analysen sind eine essentielle Voraussetzung für die Translation neuer, auf Genomeditierung basierter Zell- und Gentherapien. Die Idee entstand aus der Forschung an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit den patentierten Verfahren CAST-Seq (in-cellula) zur Beurteilung von gewünschten (On-Target-) und ungewünschten (Off-Target-) Effekten von Genscheren.

Das Münchner Start-up CAELIA Health transformiert die respiratorische Medizin. Das Team macht Inhalation erstmals mit jedem Atemzug messbar und kann diese dadurch personalisiert und datenbasiert optimieren. Das ermöglicht Millionen von Patient:innen mit Asthma oder COPD ein Leben frei von Symptomen. Hinter CAELIA Health steht ein intelligentes Spacer-System, das Sensorik, App und Analyse zu einem kontinuierlichen Therapie-Feedback verbindet.

InnoZell aus Konstanz bietet ein zellbasiertes Frühwarnsystem an, das – wie der menschliche Körper – Spuren von fremden Stoffen, z.B. Bakterien, extrem verlässlich erkennt. Mit diesem Bio-Detektor können Medikamente und Medizinprodukte schnell, kostengünstig und vollständig ohne Tierversuche auf Kontaminationen getestet und überwacht werden.

Das Braunschweiger Team von PROTON entwickelt einen neuen Wirkstoff, mit dem sich Staphylococcus aureus-Infektionen gezielt behandeln oder verhindern lassen. Das Risiko einer Resistenzentwicklung ist dabei gegenüber herkömmlichen Antibiotika deutlich reduziert.

Schwere COPD-Patientinnen und -Patienten brauchen Therapien, die die Lunge effizient erreichen und im Alltag funktionieren. RNhale aus Planegg entwickelt inhalierbare RNA-Arzneimittel und macht RNA als stabiles Trockenpulver verfügbar. Es kann bei Raumtemperatur gelagert und skalierbar hergestellt werden. So entfallen Kühlketten- und Handhabungshürden, und innovative Therapien kommen schneller zu den Patienten.

Dieses Start-up treibt die Energiewende voran
Den Energy Award gewann heatbrAIn aus Bergisch Gladbach. Das Start-up ist eine DLR-Ausgründung basierend auf Forschung zu Wärmebedarfs-Analysen von Gebäuden. Das Team nutzt KI und präzise Datenmodelle, um endlich genau zu verstehen, wo und wie viel Wärme heute und morgen gebraucht wird – für eine schnelle und fundierte Planung neuer Wärmeversorgungslösungen.

Die fünf besten Teams der Konzeptphase des Science4Life Venture Cup 2026: (in alphabetischer Reihenfolge)

  • BioObserver
  • CAELIA Health
  • InnoZell
  • Proton
  • RNhale

Das Gewinnerteam der Konzeptphase des Science4Life Energy Award 2026:

  • heatbrAIn

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Galerie

Science4Life Konzeptprämierung: Alle Gewinnerteams
Science4Life Konzeptprämierung: Das Team von BiObservR
Science4Life Konzeptprämierung: Das Team von CAELIA Health
Science4Life Konzeptprämierung: Das Team von heatbrAIn
Science4Life Konzeptprämierung: Das Team von InnoZell
Science4Life Konzeptprämierung: Das Team von PROTON
Science4Life Konzeptprämierung: Das Team von RNhale
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