Von der Rezept-App bis zum drahtlosen Laden: Science4Life zeichnet die innovativsten Gründungsteams des Jahres aus
21.06.2026
Die Gewinner der 28. Wettbewerbsrunde des Science4Life Startup-Wettbewerbs stehen fest. Der erste Platz des Science4Life Venture Cup geht an SoreAlert, den Science4Life Energy Award sichert sich Voltalyon.
Frankfurt am Main, 23. Juni 2026 – Zum 28. Mal wurden die besten Businesspläne aus den Branchen Life Science, Chemie und Energie im Rahmen des Science4Life Startup-Wettbewerbs ausgezeichnet. Es sind Lösungen, die Patienten im Alltag begleiten, Tierversuche ersetzen, Produktionsfehler in Echtzeit aufdecken oder die Elektromobilität in der Logistik voranbringen. Vor allem aber zeigen die Ideen, wie stark die hiesige Gründungslandschaft in Wissenschaft und Forschung ist. Unter 83 Einreichungen wurden nun im Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden die fünf besten Teams aus Life Sciences und Chemie mit dem Science4Life Venture Cup und das beste Team aus der Energiebranche mit dem Science4Life Energy Award prämiert.
Dr. Johannes Loheide, Staatssekretär des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, würdigte die ausgezeichneten Teams: „Die Gründerinnen und Gründer bringen alles mit, was es für eine starke Wirtschaft braucht: innovative, wissenschaftlich fundierte Ideen, Engagement und Mut. Wir freuen uns darauf, zu erleben, wie aus diesen Ideen Unternehmen werden.” Heidrun Irschik-Hadjieff, Vorsitzende der Geschäftsführung von Sanofi in Deutschland, betonte den unmittelbaren Mehrwert der ausgezeichneten Innovationen: „Was mich an den Gründungsteams besonders beeindruckt, ist die Konsequenz, mit der sie Wissenschaft und Technik in Nutzen für PatientInnen übersetzen. Ob Parodontitis-App, Rheuma-Diagnostik oder präzisere Wundvorsorge – das sind Lösungen, die den Alltag der Menschen ganz konkret erleichtern.“
Die vielversprechendsten Ideen aus Life Sciences und Chemie
Gewinner des Science4Life Venture Cup ist SoreAlert aus München. Das Team entwickelt ein intelligentes Sensorpflaster zur Dekubitusprävention bei bewegungseingeschränkten Menschen. Als Ausgründung des Fraunhofer EMFT erfasst das Team erstmals die Auswirkungen aller Risikofaktoren auf die Dekubitusgefahr, ermöglicht so eine präzise Wundvorsorge und lässt diese automatisch dokumentieren. Das erhöht die Lebensqualität der Betroffenen und spart Pflegezeit.
Platz zwei belegt iNSyT Solutions aus München mit ihrer neuartigen Qualitätskontrolle für Nanomaterialien. Statt nur Durchschnittswerte zu messen, analysiert die Technologie Tausende einzelner Nanopartikel in Echtzeit und macht versteckte Abweichungen sichtbar. So können Hersteller Fehlchargen früher erkennen, Ausschuss reduzieren und Produktionsentscheidungen schneller treffen. Zielgruppe sind Hersteller von Quantenpunkten und anderen fortschrittlichen Nanomaterialien sowie Unternehmen aus den Bereichen Displays, Energie, Chemie, Beschichtungen und Biotech.
InnoZell aus Konstanz entwickelt Designer-Zellen, die Tierversuche ersetzen und belegt damit Platz drei. Das Produkt “CellAlarm” ist ein zellbasiertes Frühwarnsystem, das wie der menschliche Körper Spuren von fremden Stoffen (z.B. Bakterien) extrem schnell und verlässlich erkennt. Mit diesem Bio-Detektor können Medikamente und Medizinprodukte schnell, einfach und ohne großen Aufwand, kostengünstig und vollständig ohne Tierversuche getestet und überwacht werden.
Der vierte Platz geht an CaRO aus Weilburg. Das Team entwickelt die erste auf Rezept verordnete App für Patientinnen und Patienten mit Parodontitis. Zwischen den Praxisterminen unterstützt sie die Betroffenen im Alltag mit personalisierter Anleitung, Erinnerungen und fundiertem Wissen direkt auf dem Smartphone.
MEDIRION aus Duisburg belegt Platz fünf und nutzt Sensorsysteme und Deep Learning-Methoden zur Früherkennung von rheumatoider Arthritis. Das Ziel: Die Wartezeit von Rheumapatienten von aktuell 9 Monaten auf eine zehnminütige Entscheidung verkürzen und somit die Behandlung der Patienten vor Chronifizierung der Krankheit zu ermöglichen.
Voltalyon gewinnt den Science4Life Energy Award
Der Science4Life Energy Award zeichnet die beste Einreichung aus der Energiebranche aus und geht an Voltalyon. Das Team aus Hamburg löst ein Problem, das in jedem Logistikdepot in Deutschland offen sichtbar ist: Elektrofahrzeuge stehen ungeladen, weil niemand daran gedacht hat, sie einzustecken, der Transporter nicht präzise an der vorgesehenen Ladestation positioniert wurde oder schlicht nicht genug Kabel vorhanden waren. Da Nutzfahrzeugflotten im Zuge der EU-Mandate elektrifiziert werden, entwickelt sich dieser Koordinationsaufwand zu einem der größten versteckten Kostenfaktoren in der Logistik – geschätzt auf 350 Millionen Euro pro Jahr alleine in Deutschland. Voltalyon setzt drahtlose Infrastruktur ein, bei der jedes Elektrofahrzeug in Reichweite geladen wird, sobald es parkt.
Die Gewinner der Businessplanphase des Science4Life Venture Cup 2026
Der Gewinner der Businessplanphase des Science4Life Energy Award 2026
Der Science4Life Energy Award, dotiert mit 5.000 Euro geht an Voltalyon.
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