15.03.2024

Neuartige Materialien und Energieinnovationen – die Gewinner der Konzeptphase 2024

CeraSleeve, fiberior, immuneAdvice, ResCure und 2NA FISH gewinnen in der Konzeptphase des Science4Life Venture Cup. In der Konzeptphase des Science4Life Energy Cup behaupten sich ILLUTHERM, Nanolope und SHIT2POWER. 

Neue Location, neue Start-ups, neue Geschäftsideen – in der diesjährigen Konzeptprämierung gab es einige Veränderungen. Gleich bleibt aber die Innovationskraft der teilnehmenden Start-ups. Bei den fünf Gewinnerteams des Science4Life Venture Cup stehen vor allem neuartige Materialien und innovative Therapieansätze im Vordergrund. Die drei Gewinnerteams des Science4Life Energy Cup wollen die Umweltbelastung energetischer Prozesse durch verschiedene Ansätze reduzieren.

Bei der Konzeptprämierung von Science4Life trafen die besten Start-ups aus der Konzeptphase auf das Science4Life-Netzwerk. Vorab gab es an den Academy-Days jede Menge wertvollen Input: Gemeinsam mit einem persönlichen Coach wurde das Geschäftskonzept weiter verfeinert, auf Plausibilität und Realisierungschancen geprüft und mit Tipps ergänzt. In verschiedenen Vorträgen und Diskussionsrunden standen außerdem Themen wie juristische Aspekte der Unternehmensgründung und der Bereich Patente und Lizenzen im Mittelpunkt. Im Rahmen der Prämierung wurden dann die besten fünf Teams aus Life Sciences und Chemie sowie die drei besten Teams aus der Energie-Branche ausgezeichnet. 

Neuartige Materialien hoch im Kurs

Spannend: In diesem Jahr dreht sich Vieles um Material- oder Verfahrensinnovationen – gleich drei Gewinnerteams beschäftigen sich damit. Eines davon ist CeraSleeve. Das Start-up entwickelt eine kreislauffähige Materialinnovation zur Herstellung von nassfestem und wasserabweisendem Papier. Durch Verzicht auf synthetische Harze und Kunststoffe wird erstmals ein vollständiges Recycling ermöglicht. Auch das Team von fiberior beschäftigt sich mit Nachhaltigkeit. Es hat ein neues Fertigungsverfahren zur Herstellung von Bauteilen aus Faser-Thermoplast-Verbunden entwickelt und ermöglicht damit eine nachhaltigere und kostengünstigere Verarbeitung von Hochleistungswerkstoffen. ResCure aus Dresden kombiniert eine Materialinnovation mit der Wundheilung von Patienten. Sie nutzen ein neuartiges Polymermaterial, um erstmals die überschießende Entzündung in der chronischen Wunde ursächlich zu bekämpfen. Dabei werden, anders als bei konventionellen Wundauflagen, störende Entzündungsfaktoren über einen rein physikalischen Prozess gebunden und somit die Heilung der Patienten ermöglicht. immuneAdvice hat sich auf den Diagnostik-Bereich spezialisiert. Sie entwickelt eine therapiebegleitende Diagnostik, die eine frühzeitige Beurteilung der Wirksamkeit von Immuntherapeutika ermöglicht. Durch den präzisen Nachweis spezifischer Immunzellpopulationen mit den von dem Gründerteam entwickelten Immunzelltracern (ICE-Ts) kann das individuelle Therapieansprechen sichtbar gemacht werden. Das Münchner Start-up 2NA FISH misst RNAs, die unterschiedliche Zelltypen bei mischzelligen Tumoren identifizieren. So können die Tumore für Chemotherapien hochsensitiv analysiert und Therapien präziser eingesetzt werden. 

Energie gewinnen, speichern und Emissionen reduzieren 

Die drei Gewinnerteams des Science4Life Energy Cup haben alle sehr individuelle Ansätze in Sachen Energietechnologien. ILLUTHERM will die industriellen CO2-Emissionen und den Energieverbrauch reduzieren, indem sie Materialien wie z.B. Keramik und Zement mittels intensiven blauen LED-Lichts aus grünem Strom auf hohe Temperaturen erhitzt. Das Start-up Nanolope entwickelt das Nanolope PCM, ein Wärmespeichermaterial, das Schwankungen durch erneuerbare Energien puffern soll. Ziel ist es, eine ganzjährige und autarke Wärmeversorgung mit erneuerbarer Energie für Gebäude zu gewährleisten. SHIT2POWER entwickelt und betreibt Containeranlagen, die Energie aus Klärschlamm auf lokale, erneuerbare und nachhaltige Weise erzeugen. Dadurch werden Kläranlagen zu Kraftwerken und es entsteht ein Anreiz, Süßwasser weltweit im Umlauf zu halten.

Jetzt für die Businessplanphase bewerben! Einsendeschluss: 15. April 2024

Ab sofort beginnt die finale Phase des Science4Life Venture Cup und des Science4Life Energy Cup: Die Businessplanphase. Hier erhalten die Teilnehmer professionelles Feedback zu  ihrem vollständigen Businessplan in Präsentationsform sowie die Chance auf Zugang zu den Academy-Days der Businessplanphase und attraktive Preisgelder. Bewerben können sich alle Start-ups, auch ohne vorherige Teilnahme an den anderen Phasen, unter www.science4life.de. Einsendeschluss ist der 15. April 2024.

 

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Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm bot sich den Gästen der Veranstaltung und den anwesenden Finalisten gleichermaßen: Die Schirmherren der Veranstaltung – Dr. Johannes Loheide, Staatssekretär des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, und Heidrun Irschik-Hadjieff, Vorsitzende der Geschäftsführung von Sanofi in Deutschland – stellten sich den Fragen von Journalistin und Moderatorin Marion Kuchenny. Warme und inspirierende Worte für die Bedeutung der Beiträge der Teams und einen Exkurs in die Geschichte des Museums Reinhard Ernst steuerte auch Hausherr Reinhard Ernst bei. Ein weiteres Highlight war die Keynote des Chemie-Nobelpreisträgers Prof. Dr. Benjamin List, der den Teams aus der Geschichte hinter seinem Nobelpreis einige Learnings und sicherlich viel Inspiration mitgab. Vielseitige Lösungen für Patienten und die Medizin von morgen Gewinner des Science4Life Venture Cup ist SoreAlert aus München. 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Innovationen mit Umsetzungskraft – Die Gewinnerteams der Konzeptphase

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Die Konzeptphase des Science4Life Startup-Wettbewerbs zeigt eindrucksvoll, wie aus starken Ideen tragfähige Geschäftskonzepte werden. Insgesamt 91 Teams reichten in dieser Wettbewerbsrunde ihre Konzepte in Form eines Read Deck ein – mit dem Ziel, wissenschaftliche Exzellenz in marktfähige Innovationen zu überführen. Anfang der Woche wurden die besten Geschäftskonzepte aus Life Sciences, Chemie und Energie ausgezeichnet. Besonders deutlich wurde: Die Teams denken regulatorische Anforderungen, Skalierbarkeit und Patientenversorgung von Anfang an mit. Ob Genomeditierung, personalisierte Atemwegstherapie, tierfreie Sicherheitsprüfungen, innovative Antiinfektiva oder stabile RNA-Arzneimittel – die ausgezeichneten Start-ups adressieren zentrale Herausforderungen moderner Medizin und nachhaltiger Energieversorgung mit klarer Umsetzungsstrategie. Intensives Feintuning bei den Academy-Days Vor der Prämierung nahmen die zehn besten Teams der Konzeptphase des Science4Life Venture Cup an den zweitägigen Academy-Days teil. In individuellen Coachings und Workshops arbeiteten sie gemeinsam mit erfahrenen Experten gezielt an der Weiterentwicklung ihrer Geschäftskonzepte. Themen wie Finanzierung, Marktstrategie, regulatorische Anforderungen und Skalierung standen dabei im Fokus. Im Anschluss ging es für die Teams zur Konzeptprämierung. Hier erhielten sie bei einem Vortrag des Science4Life Alumni Montgomery Wagner, Co-Founder und Chief Operating Officer, Einblicke in die Gründungsgeschichte seines Start-ups revoltech, das mittlerweile auf große Erfolge zurückblicken kann. Der geschäftsführende Vorstand des Science4Life e.V. , Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer HA Hessen Agentur GmbH und der Hessen Trade & Invest GmbH, und Dr. Stefan Bartoschek, R&D Workforce Engagement Business Partner bei Sanofi in Deutschland, betonten die Innovationskraft der Teilnehmerteams und anschließend wurden die fünf Gewinnerteams aus den Bereichen Life Sciences und Chemie sowie das Gewinnerteam des Science4Life Energy Award bekannt gegeben: Die Gewinner des Science4Life Venture Cup BiObservR entwickelt die erste wissenschaftlich validierte One-Stop-Shop-Plattform für regulatorisch konforme Risikoanalysen in der Genomeditierung. Damit will das Team aus Freiburg i. Br. der steigenden Nachfrage nach validierten Off-Target-Analysen sowie den strengeren Anforderungen der Regulierungsbehörden gerecht werden. Solche Analysen sind eine essentielle Voraussetzung für die Translation neuer, auf Genomeditierung basierender Zell- und Gentherapien. Die Idee entstand aus der Forschung an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit den patentierten Verfahren CAST-Seq (in-cellula) zur Beurteilung von gewünschten (On-Target-) und unerwünschten (Off-Target-) Effekten von Genscheren. Das Münchner Start-up CAELIA Health transformiert die respiratorische Medizin. Das Team macht Inhalation erstmals mit jedem Atemzug messbar und kann diese dadurch personalisiert und datenbasiert optimieren. Das ermöglicht Millionen von Patient:innen mit Asthma oder COPD ein Leben frei von Symptomen. Hinter CAELIA Health steht ein intelligentes Spacer-System, das Sensorik, App und Analyse zu einem kontinuierlichen Therapie-Feedback verbindet. InnoZell aus Konstanz bietet ein zellbasiertes Frühwarnsystem an, das – wie der menschliche Körper – Spuren von fremden Stoffen, z.B. Bakterien, extrem verlässlich erkennt. Mit diesem Bio-Detektor können Medikamente und Medizinprodukte schnell, kostengünstig und vollständig ohne Tierversuche auf Kontaminationen getestet und überwacht werden. Das Braunschweiger Team von PROTON entwickelt einen neuen Wirkstoff, mit dem sich Staphylococcus aureus-Infektionen gezielt behandeln oder verhindern lassen. Das Risiko einer Resistenzentwicklung ist dabei gegenüber herkömmlichen Antibiotika deutlich reduziert. Schwere COPD-Patientinnen und -Patienten brauchen Therapien, die die Lunge effizient erreichen und im Alltag funktionieren. RNhale aus Planegg entwickelt inhalierbare RNA-Arzneimittel und macht RNA als stabiles Trockenpulver verfügbar. Es kann bei Raumtemperatur gelagert und skalierbar hergestellt werden. So entfallen Kühlketten- und Handhabungshürden, und innovative Therapien kommen schneller zu den Patienten. Der Gewinner des Science4Life Energy Award Mit dem Science4Life Energy Award wird das beste Geschäftskonzept aus der Energiebranche ausgezeichnet. In dieser Runde überzeugte heatbrAIn aus Bergisch Gladbach. Das Start-up ist eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und basiert auf Forschung zu Wärmebedarfsanalysen von Gebäuden. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz und präzisen Datenmodellen analysiert das Team, wo und wie viel Wärme heute und künftig benötigt wird. Damit schafft heatbrAIn eine fundierte Datengrundlage für die Planung neuer Wärmeversorgungslösungen und treibt die Energiewende datenbasiert voran. Jetzt startet die Businessplanphase Ab sofort geht der Science4Life Venture Cup und der Science4Life Energy Award in die finale Phase: die Businessplanphase. Start-ups aus Life Sciences, Chemie und Energie können sich unter www.science4life.de registrieren und ihre Businesspläne bis zum 13. April 2026 einreichen – auch wenn sie zuvor nicht an den früheren Wettbewerbsphasen teilgenommen haben. Science4Life freut sich auf innovative Businesspläne und die nächste Generation wissenschaftsbasierter Start-ups.

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