02.03.2021

Das sind die Gewinner der Science4Life Konzeptphase 2021

Clean Ocean Coatings, Diametos, EpiBlock, eye2you, FibreCoat, GOETHE CVI, Invitris, MentalStark, ProSion und RECTECH gewinnen in der Konzeptphase des Science4Life Venture Cup und DieEnergiekoppler, PipePredict und PV2Plus räumen beim Science4Life Energy Cup ab.

Digital Health, virtuelle Energie-Kraftwerke und ein neuer Wirkstoff gegen Krebsproteine – die Gewinner der Konzeptphase stehen fest! Insgesamt wurden 81 Konzepte bei Science4Life eingereicht, davon knapp die Hälfte mit digitalen Geschäftsmodellen. Bei der digitalen Prämierung am 2. März 2021 wurden zehn Startups beim Science4Life Venture Cup und drei beim Science4Life Energy Cup ausgezeichnet. Einige der Gewinner sind sogar schon bekannt, denn sie waren auch schon bei der Ideenphase mit dabei. Das ist das Besondere am Science4Life Businessplanwettbewerb: Gründer können sich nur für einzelne oder für alle drei Phasen bewerben und ihre Ideen von der ersten Skizze bis zum fertigen Businessplan und Read Deck mit den Science4Life-Experten entwickeln.

Gewinner in Life Sciences und Chemie – Digitale Diagnose und Miniaturwerkzeuge für Gendefekte

Die Konzepte beim Science4Life Venture Cup zeichnen sich durch hochtechnologische Innovationen für die Diagnose und Therapie von Krankheiten aus. Darüber hinaus beschäftigen sich Teams wie Clean Ocean Coatings aus Berlin mit Lösungen gegen die Meeresverschmutzung. Das Start-up bietet eine umweltfreundliche Alternative zur umweltschädlichen Beschichtung von Schiffen, um zu verhindern, dass Tonnen von Mikroplastik und Bioziden ins Meer gespült werden. Ein Drittel der Menschheit leidet am sozialen Problem „Schnarchen“. Um die Erfolgschancen bei der Therapie zu erhöhen, arbeitet die Diametos GmbH aus Potsdam an einem System zur Ursachendiagnose mittels Künstlicher Intelligenz. EpiBlock aus Berlin entwickelt einen Genvektor, der mit einer einmaligen minimalinvasiven Applikation fokale epileptische Anfälle dauerhaft verhindern soll. Die eye2you GmbH aus Tübingen möchte dem Sehkraftverlust durch vermeidbare Augenerkrankungen vorbeugen. Die Lösung des Teams ermöglicht zuverlässige Routinecheckups der Netzhaut mittels Künstlicher Intelligenz, die die Vorsorge einfacher, schneller und günstiger verfügbar machen. Hochleistungswerkstoffe bieten herausragende Eigenschaften, sind aber nur für wenige Anwendungen bezahlbar. Um diese Werkstoffe der breiten Masse verfügbar zu machen, hat die FibreCoat GmbH aus Aachen ein patentiertes Verfahren entwickelt, das den Preis dieser um 90 Prozent reduziert. Mit der KI-gestützten Softwarelösung von GOETHE CVI aus Frankfurt am Main wird der gesamte Prozess von Herzuntersuchungen mittels Magnetresonanztomographie automatisiert – die Untersuchung ist einfach, schnell und kann flächendeckend angeboten werden. Durch einen neuen therapeutischen Ansatz für Kliniken möchte Invitris aus München ein System zur zellfreien Expression von Bakteriophagen entwickeln. Damit sollen personalisierte Therapien für Patienten mit chronischen, resistenten, bakteriellen Infektionen angeboten werden. Die Plattform von MentalStark aus Frankfurt am Main bietet Frauen und Paaren psychologischen Support bei unerfülltem Kinderwunsch und hilft, den eigenen Körper, sich selbst sowie den Wert der Partnerschaft wertzuschätzen. ProSion aus Köln entwickelt eine Plattform für innovative pharmazeutische Bausteine, die effektiv zu potenziellen Medikamenten für noch nicht behandelbare Krankheiten zusammengesetzt werden können. Die meisten genetisch-bedingten Erkrankungen sind nicht heilbar, so dass Patienten dringend neue Therapien benötigen. RECTECH aus Dresden entwickelt Designer-Rekombinasen, die als Miniaturwerkzeuge Gendefekte hochpräzise korrigieren können.

Gewinner mit Energie – Digitale Zwillinge und künstliche Intelligenz

Beim Science4Life Energy Cup, der von Viessmann und dem Land Hessen gesponsert wird, beschäftigen sich die Teilnehmer mit neuen Technologien für die Energiewende. DieEnergiekoppler GmbH aus Dresden liefert ein standardisiertes und hoch automatisiertes Flexibilitätswerk, das die wirtschaftliche Vernetzung und einen optimierten Betrieb bis zur Kleinstanlage sicherstellt. Auf Basis einer KI-basierten Steuerbox wird der Betrieb der Energieanlage unter Berücksichtigung von Strom, Wärme und Mobilität optimiert. Durch die Lösung der PipePredict GmbH aus Darmstadt können Rohrnetzbetreiber, z.B. bei Fernwärme oder Industrieparks, den Zustand ihrer vergrabenen Rohre erkennen. Das Team ermöglicht damit die Lokalisierung von Leckagen und die Vorhersage von Rohrbrüchen durch die Analyse bestehender Sensordaten mittels eines digitalen Zwillings und Künstlicher Intelligenz. Um den Klimawandel aufzuhalten, muss die Produktion von Solarzellen rasant auf ein Vielfaches ansteigen. Dabei wird die Nutzung von Silber für die elektrischen Kontakte rasch zum Flaschenhals. Um dieses Problem zu lösen, hat PV2Plus aus Freiburg für Hersteller von Solaranlagen gezielt ein kostengünstiges patentiertes Galvanikverfahren entwickelt, um Silber- durch Kupferkontakte zu ersetzen.

Jetzt für die Businessplanphase bewerben: Einsendeschluss 23. April 2021

Es geht auf die Zielgerade bei Science4Life: Die Businessplanphase hat begonnen. Start-ups können sich bis 23. April bewerben und die Teilnahme an den Academy Days gewinnen. Die fünf besten Teams des Science4Life Venture Cup und die drei besten des Science4Life Energy Cup werden zum intensiven Coaching und Präsentationstraining eingeladen. Gemeinsam mit Branchen-Experten wird das Geschäftsvorhaben analysiert und optimiert – bis der Plan perfekt ist. Dieses Jahr neu: Alternativ zum Businessplan kannst Du auch ein Read Deck einreichen. Jetzt online registrieren!

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Das sind die Gewinner der Businessplanphase 2026

23.06.2026

In der Businessplanphase des Science4Life Venture Cup gewinnen CaRO, InnoZell, iNSyT Solutions, MEDIRION und SoreAlert. Beim Science4Life Energy Award geht Voltalyon als Siegerteam hervor. Am 22. Juni 2026 war es wieder so weit. Im Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden trafen die vielversprechendsten Gründerteams aus Life Sciences, Chemie und Energie auf das Netzwerk des Science4Life e.V. Bei der feierlichen Abschlussprämierung von Science4Life wurden unter insgesamt 83 Einreichungen die besten Businesspläne aus den Branchen Life Sciences und Chemie mit dem Science4Life Venture Cup sowie das beste Team aus der Energie-Branche mit dem Science4Life Energy Award ausgezeichnet. Vor Ort in bester Location feierten und netzwerkten die Teams mit Branchenexperten, Förderern und anderen Vertretern aus dem Science4Life Netzwerk. Platz 1 des Science4Life Venture Cup und 25.000 Euro Preisgeld sicherte sich SoreAlert mit ihrem intelligenten Sensorpflaster. Der mit 10.000 Euro dotierte Sciencve4Life Energy Award ging an Voltalyon mit seiner intelligenten Ladelösung für Elektrofahrzeuge in Logistikdepots. Wertvolles Wissen für die Teams in den Academy-Days der Businessplanphase Gleich drei Tage intensives Coaching gab es im Vorfeld der Prämierung für die fünf besten Teams des Science4Life Venture Cup. Bei den Academy-Days kamen die jungen Unternehmen in intensiven Austausch mit Experten aus Wissenschaft, Industrie, Recht und Finanzierung. Das Ziel: Businessplan und Geschäftsidee bis zur Marktreife feinschleifen – von der Marktstrategie über regulatorische Fragen bis zum finalen Pitch vor der Jury. Spannende Diskussionen und eine hochkarätige Keynote Auf der Bühne des Museum Reinhard Ernst wurden allerdings nicht nur die innovativsten Start-ups prämiert. Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm bot sich den Gästen der Veranstaltung und den anwesenden Finalisten gleichermaßen: Die Schirmherren der Veranstaltung – Dr. Johannes Loheide, Staatssekretär des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, und Heidrun Irschik-Hadjieff, Vorsitzende der Geschäftsführung von Sanofi in Deutschland – stellten sich den Fragen von Journalistin und Moderatorin Marion Kuchenny. Warme und inspirierende Worte für die Bedeutung der Beiträge der Teams und einen Exkurs in die Geschichte des Museums Reinhard Ernst steuerte auch Hausherr Reinhard Ernst bei. Ein weiteres Highlight war die Keynote des Chemie-Nobelpreisträgers Prof. Dr. Benjamin List, der den Teams aus der Geschichte hinter seinem Nobelpreis einige Learnings und sicherlich viel Inspiration mitgab. Vielseitige Lösungen für Patienten und die Medizin von morgen Gewinner des Science4Life Venture Cup ist SoreAlert aus München. Das Team entwickelt ein intelligentes Sensorpflaster zur Dekubitusprävention bei bewegungseingeschränkten Menschen. Als Ausgründung des Fraunhofer EMFT erfasst das Team erstmals die Auswirkungen aller Risikofaktoren auf die Dekubitusgefahr, ermöglicht so eine präzise Wundvorsorge und lässt diese automatisch dokumentieren. Das erhöht die Lebensqualität der Betroffenen und spart Pflegezeit. Platz zwei belegt iNSyT Solutions aus München mit ihrer neuartigen Qualitätskontrolle für Nanomaterialien. Statt nur Durchschnittswerte zu messen, analysiert die Technologie Tausende einzelner Nanopartikel in Echtzeit und macht versteckte Abweichungen sichtbar. So können Hersteller Fehlchargen früher erkennen, Ausschuss reduzieren und Produktionsentscheidungen schneller treffen. Zielgruppe sind Hersteller von Quantenpunkten und anderen fortschrittlichen Nanomaterialien sowie Unternehmen aus den Bereichen Displays, Energie, Chemie, Beschichtungen und Biotech. InnoZell aus Konstanz entwickelt Designer-Zellen, die Tierversuche ersetzen und belegt damit Platz drei. Das Produkt “CellAlarm” ist ein zellbasiertes Frühwarnsystem, das wie der menschliche Körper Spuren von fremden Stoffen (z.B. Bakterien) extrem schnell und verlässlich erkennt. Mit diesem Bio-Detektor können Medikamente und Medizinprodukte schnell, einfach und ohne großen Aufwand, kostengünstig und vollständig ohne Tierversuche getestet und überwacht werden. Der vierte Platz geht an CaRO aus Weilburg. Das Team entwickelt die erste auf Rezept verordnete App für Patientinnen und Patienten mit Parodontitis. Zwischen den Praxisterminen unterstützt sie die Betroffenen im Alltag mit personalisierter Anleitung, Erinnerungen und fundiertem Wissen direkt auf dem Smartphone. MEDIRION aus Duisburg belegt Platz fünf und nutzt Sensorsysteme und Deep Learning-Methoden zur Früherkennung von rheumatoider Arthritis. Das Ziel: Die Wartezeit von Rheumapatienten von aktuell 9 Monaten auf eine zehnminütige Entscheidung verkürzen und somit die Behandlung der Patienten vor Chronifizierung der Krankheit zu ermöglichen. Voltalyon gewinnt den Science4Life Energy Award Der Science4Life Energy Award zeichnet die beste Einreichung aus der Energiebranche aus und geht an Voltalyon. Das Team aus Hamburg löst ein Problem, das in jedem Logistikdepot in Deutschland offen sichtbar ist: Elektrofahrzeuge stehen ungeladen, weil niemand daran gedacht hat, sie einzustecken, der Transporter nicht präzise an der vorgesehenen Ladestation positioniert wurde oder schlicht nicht genug Kabel vorhanden waren. Da Nutzfahrzeugflotten im Zuge der EU-Mandate elektrifiziert werden, entwickelt sich dieser Koordinationsaufwand zu einem der größten versteckten Kostenfaktoren in der Logistik – geschätzt auf 350 Millionen Euro pro Jahr alleine in Deutschland. Voltalyon setzt drahtlose Infrastruktur ein, bei der jedes Elektrofahrzeug in Reichweite geladen wird, sobald es parkt.

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Das ist die Businessplanphase von Science4Life

18.03.2026

Aus Ideen entstehen Unternehmen – bei unserem Science4Life Venture Cup und Science4Life Energy Award unterstützen wir Gründer dabei, ihre Geschäftsidee zu realisieren. Gründer aus den Bereichen Life Sciences, Chemie und Energie haben noch bis zum 13. April 2026 die Chance, ihre Businesspläne in Form von Read-Decks online einzureichen. So profitieren Teilnehmer von einer Teilnahme bei Science4Life Das Besondere am Science4Life Businessplan-Wettbewerb: Unser Netzwerk. Erfahrene Branchen-Experten, Rechtsanwälte, Marketing-Profis sowie Business Angels und Investoren arbeiten seit Jahrzehnten mit uns zusammen, um Gründer zu fördern. In der Businessplanphase können sich die Gewinner auf Preisgelder in Höhe von insgesamt mehr als 60.000 Euro freuen. Der Businessplan-Wettbewerb besteht aus drei Phasen: Ideenphase, Konzeptphase und Businessplanphase. Während den Bewerbungsphasen profitieren Start-ups außerdem von Online-Seminaren unserer Experten. Heute erklären wir im Detail, wie die Businessplanphase abläuft. Das Read-Deck als Grundstein der Unternehmensgründung Ziel der dritten und letzten Phase des Businessplan-Wettbewerbs ist es, Gründer bei der Ausarbeitung eines fundierten Businessplans in Form eines Read-Decks zu unterstützen. Denn das Read-Deck ist das Dokument, das wegweisend für die Zukunft eines Start-ups ist. Egal ob bei der Suche nach Business Angels, Venture-Capital-Gebern oder Geschäftspartnern – immer mehr Akteure bewerten das Potential anhand eines Read-Deck statt des klassischen Businessplans in schriftlicher Form. Deshalb müssen die Unterlagen auch die unterschiedlichen Informationsbedürfnisse der Stakeholder erfüllen. Aber nicht nur während der Gründung sind Businessplan und Read-Deck essentiell, auch als Steuerungs- und Kontrollinstrument übernehmen sie eine wichtige Funktion: Die definierten Unternehmensziele und Planungen dienen nämlich auch dazu, das große Ganze im Blick zu behalten, auf die gesetzten Meilensteine hinzuarbeiten und sich zu fokussieren. Die Bewerbung zur Businessplanphase Der Einstieg in den Science4Life Venture Cup und den Science4Life Energy Award ist jederzeit möglich. Für die Businessplanphase kann man sich also auch bewerben, wenn man an den vorherigen beiden Wettbewerbsrunden nicht teilgenommen hat. Die Teilnahme am Wettbewerb ist simpel: Die Einreichung des Businessplans findet online über die Science4Life-Webseite statt. Die Teilnehmer müssen sich registrieren, ihren Businessplan in Form eines Read-Decks über das Science4Life-Portal hochladen und erhalten dann eine Teilnahmebestätigung. Science4Life hat über die letzten 28 Jahre ein Expertennetzwerk mit über 300 Partnern aus den jeweiligen Fachbereichen und Branchen sowie aus Rechts- und Patentanwälten, Marketing- und Finanzprofis, Business Angels, Investoren und vielen weiteren Experten aufgebaut. Einige von ihnen bewerten auch die eingereichten Read-Decks: Jedes Gründerteam erhält eine individuelle, schriftliche Einschätzung der Stärken und Schwächen des Read-Decks und damit auch zum Gründungsvorhaben. Die Start-ups haben so die Möglichkeit, das Feedback in Ruhe einzuarbeiten und ihre Geschäftsidee weiterzuentwickeln. Die Bewertungen werden von Gutachtern aus verschiedenen Fachrichtungen, wie beispielsweise Forschung, Marketing, Unternehmensberatung oder Patentrecht, abgegeben. Die unterschiedlichen Blickwinkel geben den Teilnehmern ein umfassendes Feedback in allen wichtigen Bereichen. So profitieren die Gewinnerteams von der Teilnahme an der Businessplanphase Neben den Bewertungen, die alle Gründerteams bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsidee unterstützen, erhalten die fünf besten Teams des Venture Cup zusätzlich die Möglichkeit, an den Academy-Days, einem mehrtägigen Workshop, teilzunehmen. Dabei haben sie die Gelegenheit sich intensiv mit verschiedenen hochkarätigen Experten aus Wissenschaft, Industrie und Finanzwelt auszutauschen. Mit den Branchen-Experten werden die Stärken und Schwächen des Geschäftsmodells und des Read-Decks diskutiert, mit Kommunikationsfachleuten wird der dazugehörigen Präsentation der letzte Feinschliff verpasst. Denn die besten fünf Teams des Venture Cup präsentieren ihre Geschäftsideen vor der Science4Life-Experten-Jury.  Diese legt anschließend die endgültige Reihenfolge der Plätze fest. Preisgelder für die besten fünf Start-ups des Venture Cup  runden den Gewinn ab.  Das Preisgled für den 1. Platz im Venture Cup liegt bei 25.000 Euro. Das Gewinnerteam des Energy Award erwarten 5.000 Euro. Weitere Informationen zur Businessplanphase und für die Erstellung eines Read-Decks Hilfestellung zum Businessplan bekommen Start-ups schon vor der Einreichung des Businessplans: Das Science4Life-Handbuch gibt detaillierte Infos, wie ein Businessplan in Form eines Read-Decks aufgebaut und wie die Inhalte aufbereitet sein sollten.

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Innovationen mit Umsetzungskraft – Die Gewinnerteams der Konzeptphase

04.03.2026

Die Konzeptphase des Science4Life Startup-Wettbewerbs zeigt eindrucksvoll, wie aus starken Ideen tragfähige Geschäftskonzepte werden. Insgesamt 91 Teams reichten in dieser Wettbewerbsrunde ihre Konzepte in Form eines Read Deck ein – mit dem Ziel, wissenschaftliche Exzellenz in marktfähige Innovationen zu überführen. Anfang der Woche wurden die besten Geschäftskonzepte aus Life Sciences, Chemie und Energie ausgezeichnet. Besonders deutlich wurde: Die Teams denken regulatorische Anforderungen, Skalierbarkeit und Patientenversorgung von Anfang an mit. Ob Genomeditierung, personalisierte Atemwegstherapie, tierfreie Sicherheitsprüfungen, innovative Antiinfektiva oder stabile RNA-Arzneimittel – die ausgezeichneten Start-ups adressieren zentrale Herausforderungen moderner Medizin und nachhaltiger Energieversorgung mit klarer Umsetzungsstrategie. Intensives Feintuning bei den Academy-Days Vor der Prämierung nahmen die zehn besten Teams der Konzeptphase des Science4Life Venture Cup an den zweitägigen Academy-Days teil. In individuellen Coachings und Workshops arbeiteten sie gemeinsam mit erfahrenen Experten gezielt an der Weiterentwicklung ihrer Geschäftskonzepte. Themen wie Finanzierung, Marktstrategie, regulatorische Anforderungen und Skalierung standen dabei im Fokus. Im Anschluss ging es für die Teams zur Konzeptprämierung. Hier erhielten sie bei einem Vortrag des Science4Life Alumni Montgomery Wagner, Co-Founder und Chief Operating Officer, Einblicke in die Gründungsgeschichte seines Start-ups revoltech, das mittlerweile auf große Erfolge zurückblicken kann. Der geschäftsführende Vorstand des Science4Life e.V. , Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer HA Hessen Agentur GmbH und der Hessen Trade & Invest GmbH, und Dr. Stefan Bartoschek, R&D Workforce Engagement Business Partner bei Sanofi in Deutschland, betonten die Innovationskraft der Teilnehmerteams und anschließend wurden die fünf Gewinnerteams aus den Bereichen Life Sciences und Chemie sowie das Gewinnerteam des Science4Life Energy Award bekannt gegeben: Die Gewinner des Science4Life Venture Cup BiObservR entwickelt die erste wissenschaftlich validierte One-Stop-Shop-Plattform für regulatorisch konforme Risikoanalysen in der Genomeditierung. Damit will das Team aus Freiburg i. Br. der steigenden Nachfrage nach validierten Off-Target-Analysen sowie den strengeren Anforderungen der Regulierungsbehörden gerecht werden. Solche Analysen sind eine essentielle Voraussetzung für die Translation neuer, auf Genomeditierung basierender Zell- und Gentherapien. Die Idee entstand aus der Forschung an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit den patentierten Verfahren CAST-Seq (in-cellula) zur Beurteilung von gewünschten (On-Target-) und unerwünschten (Off-Target-) Effekten von Genscheren. Das Münchner Start-up CAELIA Health transformiert die respiratorische Medizin. Das Team macht Inhalation erstmals mit jedem Atemzug messbar und kann diese dadurch personalisiert und datenbasiert optimieren. Das ermöglicht Millionen von Patient:innen mit Asthma oder COPD ein Leben frei von Symptomen. Hinter CAELIA Health steht ein intelligentes Spacer-System, das Sensorik, App und Analyse zu einem kontinuierlichen Therapie-Feedback verbindet. InnoZell aus Konstanz bietet ein zellbasiertes Frühwarnsystem an, das – wie der menschliche Körper – Spuren von fremden Stoffen, z.B. Bakterien, extrem verlässlich erkennt. Mit diesem Bio-Detektor können Medikamente und Medizinprodukte schnell, kostengünstig und vollständig ohne Tierversuche auf Kontaminationen getestet und überwacht werden. Das Braunschweiger Team von PROTON entwickelt einen neuen Wirkstoff, mit dem sich Staphylococcus aureus-Infektionen gezielt behandeln oder verhindern lassen. Das Risiko einer Resistenzentwicklung ist dabei gegenüber herkömmlichen Antibiotika deutlich reduziert. Schwere COPD-Patientinnen und -Patienten brauchen Therapien, die die Lunge effizient erreichen und im Alltag funktionieren. RNhale aus Planegg entwickelt inhalierbare RNA-Arzneimittel und macht RNA als stabiles Trockenpulver verfügbar. Es kann bei Raumtemperatur gelagert und skalierbar hergestellt werden. So entfallen Kühlketten- und Handhabungshürden, und innovative Therapien kommen schneller zu den Patienten. Der Gewinner des Science4Life Energy Award Mit dem Science4Life Energy Award wird das beste Geschäftskonzept aus der Energiebranche ausgezeichnet. In dieser Runde überzeugte heatbrAIn aus Bergisch Gladbach. Das Start-up ist eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und basiert auf Forschung zu Wärmebedarfsanalysen von Gebäuden. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz und präzisen Datenmodellen analysiert das Team, wo und wie viel Wärme heute und künftig benötigt wird. Damit schafft heatbrAIn eine fundierte Datengrundlage für die Planung neuer Wärmeversorgungslösungen und treibt die Energiewende datenbasiert voran. Jetzt startet die Businessplanphase Ab sofort geht der Science4Life Venture Cup und der Science4Life Energy Award in die finale Phase: die Businessplanphase. Start-ups aus Life Sciences, Chemie und Energie können sich unter www.science4life.de registrieren und ihre Businesspläne bis zum 13. April 2026 einreichen – auch wenn sie zuvor nicht an den früheren Wettbewerbsphasen teilgenommen haben. Science4Life freut sich auf innovative Businesspläne und die nächste Generation wissenschaftsbasierter Start-ups.

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